♥Carinas.reise♥
Ja die Frage stellt IHR euch jetzt sicher. Die Frage habe ich mir vor zwei Wochen auch gestellt. Aber eigentlich wusste ich, ich kann nicht mehr.
Als ich vor knapp drei Jahren die schlimmste Nachricht in meinem ganzen Leben bekommen habe, ist nichts mehr so wie es war...
Zwei Wochen nach meinem 30. Geburtstag habe ich erfahren, dass meine beste Freundin tödlich bei einem Verkehrsunfall ums leben gekommen ist.
Als ich diese Nachricht bekommen habe, durch die Schwester meiner besten Freundin, bin ich wortwörtlich in mich zusammen gesunken. Zum Glück waren damals meine zwei Arbeitskolleginnen hinter mir und haben mich aufgefangen, sonst wäre ich wie ein Sack zu Boden geknallt.
Diese Nachricht hat mein ganzes Leben für immer verändert. Ich habe einfach meine Vertraute, meine beste Freundin, meine Seelenverwandte für immer verloren. Wir waren einfach über 15 Jahre beste Freundinnen. Sie sollte irgendwann mal meine Trauzeugin und die Tante von meinen Kindern sein.
Klar es gab bei uns auch immer Höhen und Tiefen aber wir waren immer füreinander da.
Diesen Moment werde ich wirklich nie in meinem Leben vergessen.
Danach war ich zwei Tage krank geschrieben und danach bin ich wieder ganz normal zum arbeiten gegangen.
Als zwei Wochen später die Beerdigung war, war ich mit meinem EX-Freund zusammen. Wir sind weniger Wochen später in sein Haus gezogen, dass er gebaut hat eingezogen.
Nach der Beerdigung sind wir ins Haus gegangen um Boden zu verlegen, aber ich konnte einfach nichts machen und lag auf dem noch eingepackten Bett und hab nur geweint. Mein Ex-Freund war in diesem Moment und auch in den Momenten nicht für mich da.
Er meinte nur: klar ist das schlimm aber das Leben muss weiter gehen.
Klar musste mein Leben weiter gehen, aber wie soll das gehen ohne SIE ??
Ich musste erst mal herausfinden wer ich ohne SIE war.
Leider hat er mir dabei gar nicht geholfen und hat eigentlich mehr "Salz in die Wunde gestreut" als das er mir geholfen hat mit dem Schmerz umzugehen.
Ein paar Wochen später ist dann auch noch meine Mama an Schizophrenie erkrankt.
Diese Zeit war wirklich schwer.
Meine Mama war insgesamt über fünf Wochen stationär im Krankenhaus in der Psychiatrie.
In dieser Zeit habe ich natürlich im Haushalt gekocht, gewaschen und aufgeräumt.
Seit dieser Zeit war es mit meiner Mama immer ein auf und ab. Ich war bei Arzt Terminen dabei und habe damals eigentlich auch nur funktioniert, denn meine Eltern und mein Bruder liebe ich über alles und würde für die drei alles geben, sogar wenn ich selber eigentlich nicht mehr kann.
Diese Zeit hat mich natürlich sehr mitgenommen und belastet bzw. es belastet mich immer noch weil meine Mama manchmal gute und manchmal schlechte Tage hat. Klar geht es ihr besser wie damals aber immer noch nicht hundert Prozent. Klar das dauert einfach Zeit, aber es ist einfach an manchen Tagen schlimm das anzusehen, dass meine Mama in dieser Krankheit manchmal so gefangen ist.
Als ich dann in meiner Ex-Beziehung verbale Gewalt erlebt habe, habe ich es einfach weggelächelt.
Ich habe einfach so getan als würde es mich nicht zutiefst verletzen, dass ich wieder blöd war zu putzen oder zu blöd war um überhaupt irgendwas zu tun.
Als ich dann noch insgesamt drei Backpfeifen von ihm bekommen habe und er es so hingestellt hat, dass er es nicht getan hat, wusste ich, ich muss aus dieser toxischen Beziehung gehen.
Als ich dann im November 2025 endlich die Zusage zu meiner jetzigen Traumwohnung habe, wusste ich es geht endlich wieder voran.
Im Januar 2026 als sich die Ereignisse sich überschlagen haben und ich innerhalb von zwei Stunden bei meinem
Ex-Freund ausgezogen und zum zweiten mal wieder bei meinen Eltern eingezogen bin wusste ich das bald alles wieder gut werden wird.
Ab Februar bis Mitte März habe ich dann jede freie Minute entweder meine Sachen bei meinem Ex allein in meinem Corsa transportiert oder ich habe in meiner Wohnung Möbel aufgebaut und eingeräumt.
Ich hatte weder Zeit noch Lust zu malen oder zu lesen.
Das war nämlich immer mein Ausgleich.
Mitte März als ich dann endlich endgültig in meine Wohnung eingezogen bin war ich innerlich komplett leer. Ich merkte, dass ich immer öfters krank war wegen Migräne oder Magen-Darm. Immer mehr wurde ich gereizter bzw. ich wurde immer weinerlicher. Mir war einfach alles zu viel und habe gemerkt dass ich nicht mehr kann. Ich konnte nicht mehr schlafen bzw durchschlafen, ich war nur noch müde und habe auch in jeder freien Minute geschlafen.
Zu nichts konnte ich mich noch aufraffen.
Alles viel mir schwer.
Das Leben wo für mich so schön und so lebenswert war konnte ich nicht mehr genießen, nicht mal die kleinen Momente im Leben.
Meine Arbeit, die für mich immer mein Ausgleich war, war auf einmal nur noch schwer. Das Aufstehen viel mir von Tag zu Tag schwerer.
Ich denke, dass alles was die letzten Jahre in meinem Leben vorgefallen und passiert ist, ich nie wirklich verarbeitet habe. Überall habe ich meine Hilfe angeboten, habe nur noch funktioniert ohne zu merken, dass meine Akkus schon längst aufgebraucht sind.
Manchmal im Leben muss man einfach auf sich hören und hinhören wenn man nicht kann.
Im Moment versuche ich alles zu verarbeiten und wieder zu mir zu kommen.
Mit Tabletten die ich nun abends einnehme, kann ich wieder ein bisschen besser schlafen.
Eine Therapie mache ich gerade dabei mit einer Online-Therapeutin.

Das Bild entstand zwei Stunden nachdem ich von dem Tod meiner besten Freundin erfahren habe.
Meine Katze Missie hat sich so feste an mich hingekuschelt, das hat sie vorher noch nie gemacht
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